Giftiges für den Hund

Hunde können eine Menge vertragen. Nur tut ihnen nicht alles gut!

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Rosinen/ Weintrauben
Die meisten von uns wissen, dass es nach der Verfütterung von Weintrauben oder Rosinen zu Vergiftungs-Erscheinungen bei Hunden führen kann. Doch kaum jemand weiss!!!!! das die Aufnahme von Weintrauben und Rosinen, (toxische Wirkung) für einen Hund tödlich sein können und zwar sehr kurzfristig. Die amerikanischen Forscher schätzen, dass umgerechnet 11,6 gr. Trauben und umgerechnet 14 gr. Rosinen pro kg. Körpergewicht des Hundes zu starken Vergiftungserscheinungen führen können. Symptome: Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall, Nierenversagen.

Schokolade/ Kakao
Giftstoff für Hunde: das Toxin Theobromin und Koffein können vom Hundeorganismus nicht abgebaut werden, da ihm dafür ein bestimmtes Enzym fehlt. Tödliche Dosis: ca. 100 mg. Milchschokolade, je nach Kakaogehalt pro kg. Körpergewicht können ihren Hund vergiften. Das heisst, dass ein 10 bis 15 Kilogramm schwerer Hund, zum Beispiel ein Cocker Spaniel, nach dem „Genuss“ von drei Tafeln Milchschokolade oder nur einer Tafel Zartbitterschokolade, sterben kann. Symptome: Zeigen sich 4 – 12 Stunden nach Aufnahme durch Durchfall und Erbrechen. Danach kommen Zittern, Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinsstörung dazu. Bis hin zu Herzversagen.

Nikotin (Tabak)
Hunde und Katzen sind betroffen. Jedoch sind vor allem Jungtiere gefährdet, da diese sehr neugierig sind, und versuchen alles zu kauen. Trinkt ihr Hund z.B. aus einer Pfütze in der Zigarettenkippen liegen, kann dies tödlich enden. Tödliche Dosis: 5- 25 gr. getrockneter Tabak. (Nervengift). Symptome: Erregung, Muskelzittern, Erbrechen, Speicheln,erhöhte Atem- und Herzfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen, Kreislaufkollaps.

Rohes Schweinefleisch
Auch wenn das Aujeszky-Virus (Herpesvirus) selten geworden ist, sollte man vorsichtig sein und Schweinefleisch nur gut durchgegart (bei 60 Grad) verfüttern. Es gibt keine Therapie, nach Ansteckung führt das Virus binnen Tagen zum Tod.

Avacado
Giftstoff für Hunde: Persin ist ein Toxin. Eine Vergiftung endet meist tödlich. Symptome: Schädigung: Herzmuskelschäden, Atemnot, Husten, Ödeme und Bauchwassersucht.

Alkohol
Der Hund kann Alkohol nur langsam und unvollständig abbauen. Giftstoff: Ethanol Symptome: starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Krampfanfälle, Fieber.

Zwiebeln und Knoblauch (roh, getrocknet und gekocht)
Zwiebeln enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid und Allylpropylsufid, es kann die Membran der roten Blutkörperchen beim Hund angreifen! Seine Blutzellen zerfallen, es droht Blutarmut. Hämolyse = Zerstörung der roten Blutkörperchen. Symptome: Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute).

Auberginen, Tomaten, Bohnen und andere Nachtschattengewächse, z. B. Kartoffeln Diese Nachtschattengewächse enthalten Solanin, dass Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Durch Hitze wird der Giftstoff allerdings unschädlich gemacht, danach können zum Beispiel Kartoffeln als Kohlenhydratquelle unbedenklich verfüttert werden. Vorsicht: Im Kochwasser sind die giftigen Stoffe weiter enthalten, dieses sollte daher besser weggegossen und nicht mit verfüttert werden. Symtome: Herzrythmusstörungen und vermehrtes Zittern.

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Kohl, Rettich, Radieschen
Blähende Wirkung.

Obstkerne
Enthalten Glykosid, ein blausäureähnliches Gift. Symptome: können Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe etc. auslösen. Verschluckte Steine können Darmverschluss verursachen.

Muskatnuss
Symptome: Zittern, Krämpfe, Tod.

Macadamianüsse / Wallnüsse
Schädigen Magen-Darm-Trakt, Nervensystem & Muskeln.

Erdnüsse
Können epileptische Anfälle hervorrufen.

Kaffee
Durch das Koffein treten Herzrhythmusstörungen und Neurologische Störungen auf. Kann auch epileptische Anfälle hervorrufen.

Milch /Käse
Kann bei einer Laktose Unverträglichkeit zu Durchfall führen.

Pilze
Einige Pilzarten enthalten Giftstoffe, die beim Hund Leber oder Nierenschäden verursachen können. Andere wieder können Verdauungsstörungen verursachen. Pilze die draussen beim herumtollen oder bei einem Spaziergang gekaut werden, sind meist sehr giftig. Symptome: Erbrechen, Zittern, Krampfanfälle,bis hin zum Tod.

Brokkoli
Können den Magen-Darm Trakt reitzen.

Geflügelknochen
Sind schlecht verdaulich und die Knochensplitter können den Hund im Verdauungstrakt verletzen.

Süssstoff Xylit
Symptome: Apathie, Schwäche, Koma, Seitenlage. Nervensystem: Zittern; epileptiforme Anfälle.

Giftige Pflanzen
Rund zehn Prozent aller Vergiftungserscheinungen bei Katzen und Hunden sind auf giftige Pflanzen zurückzuführen. Je nach Art des Giftes, sind die Symptome unterschiedlich. Ist das Zentrale Nervensystem betroffen, können Krämpfe und Bewusstseinsstörungen auftreten. Wird das Herz-Kreislaufsystem angegriffen, kann es zu einer schweren Schock-Symptomatik kommen, an der die Tiere schnell sterben können. Gängig sind aber auch Erbrechen und Durchfall, Kolik, Speicheln, Krämpfe.

Giftig sind zum Beispiel alle Ficus-Arten wie der beliebte Benjamini oder der Gummibaum, Diefenbachia, Alpenveilchen, der Weihnachtsstern und die Mistelzweige zur Weihnachtsdekoration. Ebenso ist die Amaryllis, das Efeu, Kolbenfaden und die Engelstrompete sehr giftig. Auch im Garten oder beim Gassi gehen mit dem Hund sollte immer acht gegeben werden! Sehr viele, Blüten, Beeren, Knollen und Blätter sind giftig für den Hund! Dazu gehören etwa Rhododendron, Oleander, Eibe, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Lilien, Maiglöckchen, Narzisse, Schneeglöckchen, Fingerhut, Tulpe, Goldregen, Thuja und viele mehr.

Da so viele Pflanzen giftig sind, können wir nur einige davon auflisten. Bitte erkundigen sie sich vor dem Kauf von Pflanzen, für innen oder aussen immer genau bei einer Fachperson!

Diverses im Haus und im Garten
Von Dingen, die im Haushalt ganz selbstverständlich gelagert werden, geht die grösste Vergiftungsgefahr aus! Da erwachsene Hunde, wie auch Welpen sehr neugierig sind, sollten Putzmittel und Medikamente unerreichbar gelagert werden! Ebenso Unkrautbekämpfungsmittel und Insektizide, Mäuse- und Rattengift, sowie Spirituswürfel! Da Frostschutzmittel und auch gewisse Schneckenkörner für Hunde süsslich schmeckt, wird dies gerne geschleckt! Bitte auch keine “SWIFFER- feucht Tücher” einsetzen.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung, auf keinen Fall selber versuchen das Tier zum Erbrechen zu bringen, sondern eine Probe der wahrscheinlich gefressenen Substanz einpacken und schnellstens zum Tierarzt.

Allergien

Auch Hunde können Allergien entwickeln. An erster Stelle kommt die Flohallergie, darauf folgt die atopische Dermatitis eine Reaktion auf Umweltallergene. Z.b. Substanzen von Bäumen, Gras, Pollen, Hausstaubmilben, usw. Darauf folgt die Futtermittelallergie. Die häufigsten Auslöser sind in tierischen und pflanzlichen Eiweißen wie in Weizen, Mais, Rindfleisch, in Milch und Sojaprodukten zu finden. In manchen Fällen stehen auch Konservierungsstoffe im Verdacht.

Woran erkennen sie eine Allergie? Die Symptome reichen von Magen- Darmproblemen, Juckreiz, Haarausfall, entzündete Ohren oder Pfoten, bis hin zu Verhaltungsauffälligkeiten. Der Anteil der durch Futter verursachten Allergien beträgt gute 20 Prozent.

Um dem auf die Spur zu kommen, kann der Tierarzt unter anderem Blut abnehmen und im Labor einen serologischen Test machen. Auf diese Weise, können häufig Allergene im Blut gefunden werden.